Der digitale Wandel hat einer zeitgemĂ€Ăen Vertriebsstrategie neue PrioritĂ€ten gegeben, um beispielsweise mittels Warmakquise einfacher und effizienter neue Interessenten und Kunden zu gewinnen. Die Kaltakquise, einst mittels Telefonmarketing das effizienteste Vertriebsinstrument, hatte in den letzten Jahrzehnten fĂŒr Vertriebsmitarbeiter immer mehr Beliebtheit verloren. In diesem Artikel werden wir bildhaft erlĂ€utern, warum Unternehmen deutliche Wettbewerbsnachteile haben, sofern sie sich nicht den digitalen Vertriebschancen öffnen und gleichzeitig Warmakquise-Effekte zu nutzen.
Videofreunde finden in der nachfolgenden Webinar-Aufzeichnung die wesentlichen Informationen dieses Artikels:
Was ist ĂŒberhaupt eine Warmakquise?
Wir arbeiten gerne mit dem nachfolgenden Sinnbild des Suchens, welches sich leicht auf die Kundensuche ĂŒbertragen lĂ€sst: Eventuell sind Sie in der Vergangenheit auch schon einmal auf den Boden gesetzt worden, mit Kochlöffel in der Hand und verbundenen Augen?
Die Aufgabe war es, den Topf zu finden. Die Eltern navigierten mit Zurufen wie „kalt“, „kĂ€lter“, „eiskalt“, und Sie wussten, Sie sind weit weg vom Ziel oder entfernen sich davon. Bei „warm“, „wĂ€rmer“, „heiĂ“ wussten Sie, dass sich das Ziel annĂ€hert oder Sie sehr nah dran sind, um den Topf zu schlagen. Der Topf steht in diesem Sinnbild fĂŒr Ihren Wunsch-Kunden bzw. Zielkunden.
Warmakquise gibt Ihnen die Vertriebschance, zur richtigen Zeit bei akuten Bedarf mit dem Zielkunden in Kontakt zu treten. Ist der potenzielle Kunde kurz vor seiner Kaufentscheidung, so kann man auch von heiĂer Akquise sprechen. Social Listening hilft dabei, digitale Kaufsignale zu erkennen.
Oftmals wird im Markt auch von „Kaltakquise“ gesprochen, wenn man in der Vergangenheit bei Firmen angerufen hat, die einem fremd waren und noch keinen Kontakt hatte. Ebenso konnte man in der Vergangenheit „Kaltakquise“ betreiben, indem man, fĂŒr die entsprechende Zielgruppe Adressen eingekauft hat und oftmals praktiziert, Werbebriefe per Post Vorfeld versendet hat, um einen Anrufgrund als TĂŒröffner zu haben.
Ab und an konnte man Ziel-Ansprechpartner einkaufen, zum Beispiel aus der GeschĂ€ftsfĂŒhrung. Das war in der Regel kein Problem. Wenn es jedoch in die Funktionsebenen wie QualitĂ€tsmanagement, Predictive Maintenance, Product Owner oder C-Level-EntscheidungstrĂ€ger ging, wurde es schon schwer. Hier macht uns die digitale Welt vieles einfacher durch die Social Networks, die darĂŒber hinaus weitere Indikatoren liefern. Zum Beispiel ĂŒber das Grundinteresse der Person, ĂŒber den Bedarf, Status und den Zeitpunkt, ob Sie momentan wirklich eine Kontaktaufnahme wagen sollten oder nicht. Zudem erhalten Sie Informationen, mit welchen Kontakten Ihre Wettbewerber verbunden sind!
Je mehr Informationen Sie ĂŒber Ihren Zielkunden haben, desto wĂ€rmer wird die Akquise. Je mehr Informationen Ihr Zielkunden ĂŒber Sie im Vorfeld hat, desto einfacher wird die Akquise, aufrund einer höheren GesprĂ€chsbereitschaft!
Warmakquise Empfehlung 1:
Community Marketing
Als erste Vertriebsform der Warmakquise, empfehlen wir den Aufbau einer eigenen Community (Zielgruppenforum), da wir damit seit ĂŒber 10 Jahren sehr viele Warmakquise-Erfolge erzielen konnten.
Auch wenn man beim Community-Marketing als Form der digitalen Warmakquise nicht mit kurzfristigen und qualifizierten Leads rechnen sollte, lassen sich kurzfristig gezielt viele Kontakte erzielen. Unsere Kunden, fĂŒr die wir als Outsourcing-Partner unsere Ressourcen als externe VertriebsunterstĂŒtzung zur VerfĂŒgung stellen, sind aufgrund des schnellen Marktfeedbacks begeistert. Sie mĂŒssen nicht lange auf ein Kampagne-Reporting warten. Der Response und somit auch der Mehrwert durch den digitalen Start der Kontaktanbahnung ist sofort messbar und stellt schon alleine aufgrund der Ansprechpartner-Recherche mit den jeweiligen Informationen einen Mehrwert dar. Mit dem richtigen Vertriebsvorgehen ist der erste digitale Schritt der Grundstein, fĂŒr ein Kaufinteresse, fĂŒr Angebote, AuftrĂ€ge und langfristigen Kundenbeziehungen. Trotz der kurzfristige Effekte empfehlen wir bei diesem Weg, die langfristigen Multiplikation-Effekte im Auge zu behalten.
Obwohl es sich bei Social Selling eher um eine Kaltakquise handelt, können Sie aufgrund des digitalen Drahtes und der Informationsgewinnung, Warmakquise-Effekte erzielen. Der Vertriebsaufwand ist ohne Community der der Verteilung Ihre Botschaften höher, bei selektiver Vorgehensweise, z.B. im Key-Account-Management, helfen Ihnen Plattformen wie LinkedIn bei einer nachhaltigen und strategischen Umsetzung definitiv weiter.
Warmakquise Empfehlung 2:
Suchmaschinen-Marketing
Suchmaschinen sind gute Quelle fĂŒr Marktforschung, um BedĂŒrfnisse und neue Trends der Zielgruppen schnell zu erkennen. Nicht nur Google ist eine wichtige Suchmaschine. Amazon hat beispielsweise auch eine eigene Suchmaschine, ebenso YouTube, LinkedIn, Facebook, Instagram, Pinterest & Co. Nutzen Sie die Vertriebschancen auch auf anderen Plattformen, um im Suchprozess Ihrer Zielgruppe am digitalen POS prĂ€sent zu sein.
Tipp: Auf Amazon sind Suchende beispielsweise kaufbereiter als auf Google. Mit einem E-Book könnten Sie beispielsweise auf dieser Plattform am Bedarf von potenziellen Kunden sein.
Aber auch das Suchmaschinen-Marketing auf den typischen Suchplattformen, beispielsweise auf Google und Bing (bitte die Voice-Search nicht vergessen), lohnt sich. Hier mĂŒssen es nicht Massenabfragen (Keywords) sein. Es ist auch interessant fĂŒr beispielsweise 50 Suchanfragen pro Monat, fĂŒr eine sehr spezifische Suche gefunden zu werden, wenn diese ein Kaufsignal oder einen Bedarf signalisiert.
In der Google Search Konsole können Sie herausfinden, was potenzielle Kunden suchen. So können Sie Ihre Website an die BedĂŒrfnisse Ihrer Zielgruppe anpassen. Weitere Informationen können Sie beispielsweise ĂŒber Tracking-Tools wie Google Analytics oder Ă€hnlichen Softwarelösungen sammeln.
Warmakquise Empfehlung 3:
Social Proof nutzen
Bauen Sie mittels nachhaltigem und strategischen Vorgehen einen Social Proof auf. Ein etablierter Social Proof oder in anderen Worten gesagt, eine digitale GlaubwĂŒrdigkeit hilft Ihrer Zielgruppe dabei, die erste groĂe HĂŒrde vor der Kontaktaufnahme zu ĂŒberspringen – die Vertrauensgewinnung. Wenn Vertrauen in Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen vorhanden sind, dann kann man auch von einer Warmakquise sprechen. Nutzen Sie Influencer-Marketing ergĂ€nzend oder so lange die eigene digitale GlaubwĂŒrdigkeit noch nicht vorhanden ist, um RĂŒckenwind durch Vertrauen Dritter zu erhalten. Influencer sind Personen oder Gruppen mit vielen Fans bzw. Followern und einer groĂen Reichweite in den sozialen Medien. Durch Zusammenarbeit mit Influencern können Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen einem breiten Publikum prĂ€sentieren und deren Vertrauen und Empfehlungen gewinnen.
Studie: Ăber 90 % der potenzieller Interessenten haben negative GefĂŒhle gegenĂŒber unerwĂŒnschter Kaltakquise. Die Kaltakquise wird oft als aufdringlich, unsympathisch und störend wahrgenommen, allerdings auch, weil viele Vertriebsmitarbeiter die Telefonate falsch fĂŒhren.
Warmakquise Empfehlung 4:
E-Mail-Marketing, aber richtig!
Richtig praktiziert, fĂŒhrt auch E-Mail-Marketing zur Warmakquise. Viele Anwender dieses Vertriebs- und Marketinginstruments begehen jedoch Fehler und erreichen oft unbemerkt das Gegenteil vom ursprĂŒnglichen Ziel. Vertrauen geht verloren, die Kompetenz wird durch WerbebeitrĂ€ge und Standard-Nachrichten reduziert und viele entwickeln sich durch die Verfolgung des „Gesetz der groĂen Zahl“ zu Spam-Versender. Aktionistisch durchgefĂŒhrt bringt eine E-Mail-Marketing, ohne Strategie und Redaktionsplan zur digitalen RufschĂ€digung bei den gewonnenen Abonnenten und somit zur Eis-Kalt-Akquise. Richtig durchgefĂŒhrt können Sie, mit dem Aufbau einer qualifizierten E-Mail-Liste, regelmĂ€Ăig mit Ihren Kunden und Interessenten in Kontakt bleiben, um sich immer wieder ins bei der Zielgruppe ins GedĂ€chtnis zu bringen. Sie können ihnen relevante Informationen, Neuigkeiten wie beispielsweise Projekterfolge oder auch wenig reiĂerisch formulierte Angebote zu senden (Negativbeispiel: 50 % Discount-Nachrichten …). Achten Sie darauf, dass Sie die Datenschutzbestimmungen einhalten und die Zustimmung der EmpfĂ€nger fĂŒr den Erhalt von E-Mails haben. Weitere Tipps erhalten Sie in diesem speziellen Artikel: https://rent-a-marketing-team.de/tipps-e-mail-marketing/
B2B-Tipp: Arbeiten Sie mit einem Triple-Opt-In, anstatt mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Double-Opt-In. Mit einer Opt-In, indem der Abonnent auswĂ€hlen kann, was ihn interessiert, reduzieren Sie den Streuverlust Ihrer E-Mails, vermeiden ein Spam-Empfinden und gehen individuell wie bei der Warmakquise, auf einzelne BedĂŒrfnisse der Interessenten und Kunden ein. Hier sehen Sie unser Triple-Opt-In Beispiel: https://value-sharing.de/infoservice/auswahl-interessen/
Warmakquise Empfehlung 5:
Mit Content-Marketing Kompetenz untermauern
Ein allseits bekannter Weg, um ein fachliches Branding aufzubauen, ist das Erstellen von Fachartikeln in Branchen-Magazinen. Je nach Trust des Branchen-Magazins werden noch gewisse Ziel-Ansprechpartner erreicht. Ăberwiegend können diese jedoch mittels digitalem Content-Marketing, schneller und direkter erreicht werden. Durch die Erstellung von hochwertigem und relevantem Content, wie Blog-Artikeln, Videos, Podcasts oder Infografiken, können Sie Ihre Zielgruppe ansprechen und dadurch Vertrauen als Grundlage fĂŒr eine Warmakquise aufbauen. Weiter hilft Ihnen, Ihre Expertise und AutoritĂ€t in Ihrer Branche zu demonstrieren und potenzielle Kunden anzuziehen. Je nachdem wie viel Marketing-Ressourcen Ihnen zur VerfĂŒgung stehen, empfiehlt es sich, je Zielgruppe einen eigenen Blog zu pflegen. Arbeiten Sie mit externen Content-Managern zusammen, so erhalten Sie automatisch den Mehrwert der Transformation in die Zielgruppen-Sprache, Techniker, Ingenieure und Entwickler wissen, was wir meinen, den gerade diese Knowhow-TrĂ€ger tun sich meist schwer, von den Zielkunden verstanden zu werden. Eine Ăbersicht unserer unterschiedlichen Blogs finden Sie an dieser Stelle: https://tomfrick.de/news
Best-Session mit Schwerpunkt auf Neukunden oder Bestandskunden
Die Kaltakquise, bei der Unternehmen potenzielle Kunden ungefragt kontaktieren, um neue GeschÀftsbeziehungen aufzubauen und Neukundengewinnung zu praktizieren, verliert zunehmend an Bedeutung. Diese Kaltakquise steht lÀngst vor Herausforderungen wie gesetzlichen BeschrÀnkungen und verÀndertem Konsumentenverhalten. Kunden legen heute mehr Wert auf eine personalisierte Ansprache und den Aufbau von langfristigen GeschÀftsbeziehungen. Die Warmakquise ist eine effektivere Alternative, durch gezieltes Online-Marketing, Content-Marketing und die Nutzung von sozialen Medien, um Interessenten anzuziehen und Verkaufserfolge zu erzielen. Die Abkehr von der Kaltakquise spiegelt den digitalen Wandel im Vertrieb wider, bei dem der Fokus auf die digitale Neukundengewinnung und digitalen Pflege der Bestandskunden liegt.
Aber Achtung: Je digitaler Sie Ihre GeschĂ€ftsbeziehungen zu Interessenten und Bestandskunden pflegen, desto höher ist die Gefahr, dass Ihr Wettbewerb durch einen persönlichen Kontakt, Verkaufserfolge mit Ihren Kunden erzielt. In einer digitalen GeschĂ€ftswelt wird der persönliche Kontakt immer noch als wichtiger angesehen, als der digitale Kontakt. Sorgen Sie daher dafĂŒr, das Ihre Vertriebsmitarbeiter auch mittels Telefonaten Bestandskunden pflegen und die Telefonakquise nicht komplett vernachlĂ€ssigen.